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Autor: Admin 25.04.17 20:45 Uhr

Herzlichen Dank für alle Helfer und Helferinnen, die am letzten Sonntag ihr Auto oder Motorrad zur Verfügung stellten! Danke auch für die Kuchen und eure gute Laune trotz kühler Temperaturen. Es war ein schönes Siechenfeldfest und wir freuen uns darauf, nächstes Jahr wieder dabei sein zu dürfen.

 

Hier noch eine Kopie des Artikels aus der Schorndorfer Zeitung vom 24.04.17 (Artikel und Fotos zu finden unter www.zvw.de):

 

Am Sonntag (23.04.) fand wieder das große Siechenfeldfest statt.

 

Schorndorf. "Was den Applaus angeht, müssen Sie nicht schüchtern sein", animiert der Sänger im Zelt beim Autohaus von der Bühne runter. Und kündigt den nächsten Titel an, der Programm fürs 26. Siechenfeld war: "Don?t be so shy" von Imani. Alles andere als schüchtern war der Andrang am Sonntag.

 

"Jetzt können wir unseren Parkplatz verkaufen", meint ein Familienvater, der offensichtlich zu den frühen Besuchern zählt und sich einen der begehrten Stellplätze sichern konnte. Eine Stunde vor Öffnung der Läden sind freie Parkplätze ein rares Gut: Autos zuckeln umher und "lauern" darauf, dass irgendwo in den langen Reihen ein Blinker anspringt, ein Auto rausfährt und seinen Platz freigibt.

 

Menschenschlangen dann überall, wo es etwas umsonst gibt, wie die gelben Bälle, die heuer nicht geworfen, sondern über einen Paletten-Tresen ausgehändigt werden. Die Bühne zu organisieren habe nicht geklappt, informieren die ballausgebenden Mitarbeiter freundlich die vielen Stammgäste, die vergeblich Ausschau halten nach der Bühne, von der sonst im Stundentakt der erwünschte Ballregen zu empfangen ist.

 

Kaffeepause in den Werkstätten für Behinderte

Menschentrauben auch vor jenen Tischen und in jenen Geschäften, wo Dinge im Dutzend günstiger oder einfach so, weil Siechenfeldfest ist, reduziert sind - Schlecksach?, Chips, Bier, Obst oder die inzwischen schon legendär zu nennenden Gießkannen. Letztere in der "Wunschfarbe blau" sind "ein Muss" für Roswitha und Klaus Strohmayer aus Schorndorf, die einen "Kaufauftrag für die Schwägerin" erfüllen - sie sind aber nicht nur aus Pflichtbewusstsein da, wie sie sagen. "Der Tag ist eine gute Gelegenheit, rumzulaufen und zu schauen", meint sie. "Ein bisschen Segwayfahren?"gehört für ihn dazu. Beide zieht es, sobald die Gießkannen verstaut sind, auf eine Kaffeepause zu den Behindertenwerkstätten. "Dort gibt man sein Geld für gute Zwecke aus, das unterstützen wir gern."

 

Auch für Cathrin Strobel aus Kernen hat sich das Warten in der langen Schlange vor der Kasse gelohnt, die Punkt 13 Uhr öffnet und an denen die Barcode-Scanner den Nachmittag über piepen. "Jetzt wird die Welt bunt", sagt sie und hält freudig ihre Gießkannen in Rot und Grün hoch. "Uns sind genau zwei kaputtgegangen über den Winter, die werden jetzt ersetzt."

 

"Riesen-Andrang überall"

Nächster Anziehungspunkt ist für sie der Flohmarkt. "Da findet sich fast immer was." 1500 Gießkannen sind zu haben, sagt Geschäftsführer Christoph Sugg und schaut über die Menschenmenge, die er und seine Mitarbeiter zu bewältigen haben. "Riesen-Andrang überall, das Fest zieht die Leute an." Vor dem Markt können Kinder beim Eierknackerspiel mit einer schweren Petanque-Eisenkugel bruchsichere Kunststoffeier vom Sockel stoßen, der nachösterliche Spaß sorgt für die nächste Schlangenbildung auf dem Gelände, zumal auch Erwachsene ihr Glück versuchen dürfen - auf eine längere Entfernung.

 

Mitten im Getümmel haben die Oldtimerfreunde Rems-Murr eine kleine Insel, auf der sich ausnahmsweise nichts bewegt an diesem bewegten und regen Tag voller Menschenmengen: Hier stehen restaurierte und edel gealterte Karossen, zeigen ihre blank polierten Oberflächen und lassen sich auch unter die Motorhauben schauen. So der Porsche von Michael Hüneke, der die Rarität vorstellt: "Ein 911er T-Targa von 1972, das F-Modell, von dem gibt's im Originalzustand fast keine mehr." Er habe ihn vor zehn Jahren in einer Zeitungsannonce entdeckt und ihn noch zum "Preis eines Golfs" ergattert. Im Motorblock tut sich eine Besonderheit auf, die von vielen Oldie-Fans inständig begutachtet wird: "in Sechszylinder-Boxster-Motor, noch mit sechs Vergasern, nicht wie heute mit Einspritzanlage", so Hüneke. Weniger technisch Versierten fällt die Farbe ins Auge: "Aubergine, auf den Farbton stehen Frauen", spricht er aus Erfahrung. Ebenfalls was fürs Auge, weiß wie ein Engelsgewand: Ein Goggo Coupe mit roten Sitzen und einem Lenkrad mit weißer Bakelit-Umhüllung aus dem Jahr 1965, das in jede Filmkulisse aus der Zeit passen würde. Ein Mitglied der Oldtimerfreunde hat "zehn Jahre dran rumgemacht und restauriert", um heute etwa mit einer "Maximalgeschwindigkeit von 84 Stundenkilometern" etwa 500 Kilometer damit zurücklegen zu können - "insgesamt aber, pro Jahr?" erzählt er. "Nach Italien fahre ich damit nicht mehr", spielt er auf die Alpenüberquerungen früherer Generationen an. Noch weniger bringen nur die ganz Kleinen auf den Tacho: Mit lediglich fünf Kilometern pro Stunde fahren Kinder auf Elektro-Carts im Kreis in einem Parcours aus Autoreifen herum und sind im Glück. Mit ihrer gemächlichen Spitzengeschwindigkeit sind sie aber gar nicht viel langsamer unterwegs als die unzähligen Parkplatzsuchenden in den großen Autos, die zur Stoßzeit auch mehrmals im Kreis herumkurven dürfen.

 


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